Innovation statt Autobahn

Im Zeichen der Coronakrise findet gerade ein massiver Schub für die Digitalisierung von Arbeitsprozessen statt. Viele Mitarbeiter von Großfirmen sind weiter gehalten, nach Möglichkeit von zuhause aus zu arbeiten. Home-Office und mobiles Arbeiten werden dadurch immer vertrauter und von den Beschäftigten auch weiter eingefordert werden. Auch für die Unternehmen sind damit Kosten- und Produktivitätsvorteile verbunden. Die nun sprunghaft umgesetzte neue Arbeitsorganisation wird auch nach Ende der Pandemie in Teilen beibehalten werden.

Das hat natürlich Auswirkungen auf die Mobilitätsbedürfnisse. Wenn Pendler zumindest nicht mehr jeden Tag an ihren Arbeitsplatz fahren oder zeitlich flexibler sind, werden die Verkehrsspitzen deutlich abgemildert werden. Wer fährt dann schon freiwillig zur Rush-Hour?

Andererseits stehen Stadt und Land vor großen Herausforderungen, was die Bewältigung der Coronafolgen und der damit verbundenen Einnahmeausfälle angeht. Da scheint es nachgerade absurd, wenn man für 700 Mio. Euro den Frankenschnellweg ausbauen will, nur um tägliche 1,5h Stau zu verringern. Stau, den es durch die Verbreitung innovativer Arbeitskonzepte bald gar nicht mehr geben muss.